Bundesregierung will rund 40 Militärausbilder nach Mali schicken

Samstag, 2. Februar 2013, 14:25 Uhr
 

München (Reuters) - Das Bundeskabinett wird am 19. Februar über die Entsendung deutscher Militärausbilder nach Mali im Rahmen eines EU-Einsatzes entscheiden.

Vorgesehen seien dafür etwa 40 deutsche Soldaten, kündigte Verteidigungsminister Thomas de Maiziere am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz an. Die Ausbildung der malischen Soldaten könne im März beginnen. Die EU wolle sich zunächst dem Aufbau von vier Bataillonen widmen. Dem deutschen Engagement muss auch der Bundestag zustimmen.

Die Bundeswehr werde sich voraussichtlich vor allem um die Ausbildung der Pioniere kümmern, sagte de Maiziere. Sie seien wichtig, weil Brücken in dem Land wegen des Niger-Flusses eine große Bedeutung hätten. Außerdem bestehe die Möglichkeit, dass sich die Aufständischen nach der Vertreibung durch französische Kampftruppen auf Anschläge zurückzögen. Das Entschärfen von Sprengsätzen gehört zu den Aufgaben der Pioniere. Bereits in der Vergangenheit hatten deutsche Soldaten der Armee in Mali bei der Pionier-Ausbildung geholfen.

 
French soldiers patrol outside Djinguereber mosque after Friday prayers in the centre of Timbuktu February 1, 2013. REUTERS/Benoit Tessier (MALI - Tags: RELIGION SOCIETY MILITARY POLITICS)