Bundesregierung: Euro historisch nicht überbewertet

Mittwoch, 6. Februar 2013, 15:07 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung steht einer aktiven Wechselkurspolitik der Europäer anders als Frankreichs Regierungschef Francois Hollande ablehnend gegenüber.

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Mittwoch in Berlin: "Es ist die Überzeugung der Bundesregierung, dass er (der Euro) im historischen Vergleich nicht überbewertet ist." Die jüngste Euro-Aufwertung sei eine Gegenbewegung zu vorangegangenen Abwertungen im Zuge der Euro-Schuldenkrise. "Wechselkurspolitik ist auch kein geeignetes Instrument um Wettbewerbsfähigkeit zu steigern", ergänzte Seibert. Damit seien nur kurzfristige Effekte zu erzielen. Nachhaltig sei die so nicht zu steigern.

Die Bundesregierung sei grundsätzlich der Überzeugung, "dass Wechselkurse die ökonomischen Fundamentaldaten widerspiegeln sollten". Dazu seien flexible Wechselkurse am besten geeignet. Auch in der G8 und der G20 sei man sich jeweils einig gewesen, dass es sinnvoll sei, dass die Märkte die Wechselkurse bestimmen. "Also, ein Gespräch darüber ... wird es sicherlich geben", sagte Seibert auch mit Blick auf das Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Hollande am Abend in Paris.