FDP-Chef Rösler nimmt Hahn gegen Rassismus-Vorwurf in Schutz

Freitag, 8. Februar 2013, 10:21 Uhr
 

Berlin (Reuters) - FDP-Chef Philipp Rösler hat den wegen einer Äußerung über sein asiatisches Aussehen in die Kritik geratenen hessischen Landesvorsitzenden in Schutz genommen.

"Ich verstehe die Aufregung über die vielfach kritisierte Interview-Äußerung von Jörg-Uwe Hahn vom Donnerstag nicht", erklärte Rösler am Freitag in Berlin. Mit dem hessischen Justiz- und Integrationsminister verbinde ihn seit vielen Jahren nicht nur die politische Arbeit, sondern auch eine persönliche Freundschaft. "Jörg-Uwe Hahn ist über jeden Verdacht des Rassismus erhaben", sagte Rösler.

Hahn, der auch im Präsidium der Bundespartei sitzt, hatte in einem Zeitungsinterview gesagt: "Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren." Die Äußerung löste einen Eklat aus, die Opposition warf dem FDP-Politiker rassistische Tendenzen vor. In der FDP wurden die Äußerungen als unglücklich bezeichnet.

Rösler unterstrich, Hahn habe als Integrationsminister in Hessen in den vergangenen Jahren erfolgreich gewirkt. Dies zeigten auch die positiven Stellungnahmen aus den Verbänden der Menschen mit Migrationshintergrund.

 
Philipp Roesler, German Economy Minister and leader of the liberal Free Democratic Party (FDP) gestures before a party leaders meeting in Berlin January 21, 2013. REUTERS/Fabrizio Bensch (GERMANY - Tags: POLITICS ELECTIONS HEADSHOT)