Bundesregierung strikt gegen aktive Wechselkurspolitik

Freitag, 8. Februar 2013, 13:13 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung hat sich strikt gegen eine aktive Wechselkurspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Steuerung des Euro-Kurses ausgesprochen.

Ein Regierungssprecher sagte am Freitag in Berlin, die Regierung sei der Auffassung, dass Wechselkurse die ökonomischen Fundamentaldaten widerspiegeln sollten: "Flexible Wechselkurse sind dafür am besten geeignet." Er betonte: "Grundsätzlich ist die Wechselkurspolitik ohnehin kein geeignetes Mittel zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Volkswirtschaften."

Frankreichs Präsident Francois Hollande hatte das Thema am Dienstag auf die Tagesordnung gesetzt, indem er eine aktive Wechselkurspolitik für den Euro gefordert hatte. Der deutsche Regierungssprecher sagte, der Euro sei im historischen Vergleich nicht überbewertet. Die jüngste Aufwertung des Euro sei lediglich eine Gegenbewegung zu der massiven Abwertung im Zuge der Euro-Staatsschuldenkrise. Der jetzige Euro-Kurs zeige, dass das Vertrauen in den Euro-Raum an den Finanzmärkten zurückkehre.