Grüne wollen Industrie und Windbranche für Energiewende belasten

Dienstag, 12. Februar 2013, 12:32 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die Grünen wollen die Industrie und die Windenergie-Branche stärker an den Kosten der Energiewende beteiligen.

Dadurch sollen nach einem am Dienstag vorgestellten Paket zur Reform der Ökostrom-Förderung die Stromkosten für eine vierköpfige Familie um rund 35 Euro im Jahr gesenkt werden. "Wir stehen zur Energiewende und wollen, dass sie gerecht, verbraucherfreundlich und transparent gestaltet wird", heißt es in dem Papier. Dafür sollen die Ausnahmen für große Stromverbraucher bei der Förderung von Ökostrom wieder auf das Niveau aus der Zeit der rot-grünen Bundesregierung gekürzt werden. Der Mindestbeitrag, den auch diese zu zahlen haben, soll zudem erhöht werden.

Neben dieser seit langem erhobenen Forderung soll auch die Windbranche an der Küste Einschnitte hinnehmen: Diese Anlagen an guten Standorten sollen nach dem Grünen-Modell weniger für ihren Strom erhalten, um eine Überförderung zu verhindern. Ferner sollen auch alle Betriebe und Privatverbraucher, die Strom selber etwa über eigenen Kraftwerke oder Solaranlagen produzieren, an der Umlage für Ökostrom beteiligt werden. Dies hatte auch Umweltminister Peter Altmaier (CDU) in seinem Konzept für eine Strompreisbremse aufgenommen. Getroffen werden davon vor allem große Industriekonzerne.

Ökostrom wird durch eine Umlage auf den Strompreis für die Verbraucher gefördert. Diese war zuletzt deutlich gestiegen.