Deutschland - G20 sollte Position zu freien Wechselkursen teilen

Mittwoch, 13. Februar 2013, 18:03 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Deutschland hofft, dass sich nach den G7 auch die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer G20 zu marktbestimmten und politisch nicht gesteuerten Wechselkursen bekennen.

"Ich bin sehr froh, dass wir hoffentlich die Frage der Wechselkurse .... erst mal und vorläufig abgeschlossen haben durch ein neues G7-Statement (vom vergangenen Dienstag)", sagte ein hoher deutscher Regierungsvertreter am Mittwoch in Berlin. Das Dokument liege sehr nahe bei den letzten G7- und G20-Erklärungen zu diesem Thema. Die Kernbotschaft, "die alle G7-Staaten akzeptiert haben - ich hoffe, auch die G20-Staaten akzeptieren werden", laute, dass Wechselkurse am Markt gebildet würden und kein Ziel der Politik seien. Darüber gebe es keinerlei Dissens in der Gruppe der G7.

Der Regierungsvertreter kündigte an, Deutschland werde beim G20-Finanzministertreffen in Moskau Ende der Woche wieder auf Strukturreformen in den einzelnen Ländern drängen. Die Debatte um Wechselkurse dürfe nicht dazu führen, "dass die Staaten die Strukturreformen vernachlässigen". Deutschland werde zudem dafür plädieren, eine Nachfolgeregelung für die sogenannten Toronto-Ziele - eine Halbierung der Staatsdefizite bis 2013 und eine Schuldenstandsstabilisierung bis 2016 - zu vereinbaren. Für Wachstum sei es unbedingt nötig, dass die Staaten ihre Schuldenprobleme in den Griff bekommen. "Wir glauben fest daran." Als Beispiel für ein solches Mittelfristziel nannte der Regierungsvertreter einen ausgeglichenen Staatshaushalt bis 2020.