Ex-Fraport-Vorstandschef wird Berater für Großflughafen Berlin

Mittwoch, 13. Februar 2013, 19:18 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Der Ex-Vorstandschef der Frankfurter Flughafengesellschaft Fraport, Wilhelm Bender, soll dem Projekt Berliner Hauptstadtflughafen (BER) in den nächsten Monaten aus der Krise helfen.

Bender werde als Chefberater etwa zwei Tage die Woche in Berlin mitarbeiten und seine Erfahrung einbringen, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) am Mittwoch, der auch Aufsichtsratschef der BER-Flughafengesellschaft ist. Das Milliarden-Projekt ist derzeit kopflos, nachdem Geschäftsführer Rainer Schwarz nach der wiederholten Verschiebung des Starttermins für den Flughafen Anfang des Jahres abgelöst wurde. Mehrere Kandidaten für die Geschäftsführung haben bereits abgesagt. Platzeck sagte, er erwarte im nächsten Monat neue Personalvorschläge für den Posten. Bis der Nachfolger jedoch den Posten antreten könne, würden vermutlich weitere Monate vergehen.

Ein neuer Eröffnungstermin für das mindestens 4,3 Milliarden Euro teure Vorhaben wird erst erwartet, wenn es eine Bestandsaufnahme der zahlreichen Bauprobleme sowie einen neuen Geschäftsführer gibt. Vor allem der Brandschutz macht Probleme. Ein Start vor 2015 gilt aber als unwahrscheinlich.

Als Übergangslösung soll nun in den Flughafen Tegel im Norden der Stadt investiert werden, der eigentlich mit dem Start des neuen Airports stillgelegt werden sollte. Platzeck sprach von 10 bis 20 Millionen Euro, die nötig seien.

Eigentümer der Flughafengesellschaft sind neben Berlin und Brandenburg (je 37 Prozent) der Bund (26 Prozent), die sich auch die finanziellen Lasten nach diesem Schlüssel aufteilen.