Merkel sagt Multis und Steueroasen den Kampf an

Donnerstag, 14. Februar 2013, 07:39 Uhr
 

Demmin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat multinationalen Konzernen den Kampf erklärt, die Steueroasen nutzen, um ihre Abgaben zu drücken.

"Es kann doch nicht sein, dass riesige Unternehmen auf der Welt riesige Umsätze bei uns, in ganz Europa, in den Vereinigten Staaten von Amerika und sonst wo machen und Steuern zahlen sie irgendwo in einem Steuerparadies", sagte Merkel am Mittwochabend beim politischen Aschermittwoch der CDU Mecklenburg-Vorpommern in Demmin. "Deshalb werden wir auf dem G8-Treffen, das Großbritannien in diesem Juni ausrichtet, dafür kämpfen, dass endlich mit den Steueroasen Schluss gemacht wird", betonte Merkel. "Und dafür muss die ganze Welt kämpfen, sonst schaffen wir das nicht." Leider habe die Welt immer noch nicht die Lektionen aus der Finanzkrise gelernt.

Im Kampf gegen die Schuldenkrise forderte die Kanzlerin die EU-Staaten auf, an der Haushaltskonsolidierung festzuhalten. Jedes Land müsse seine Hausaufgaben machen, mahnte Merkel ohne einzelne Ländernamen zu nennen. Hilfe um jeden Preis werde es nicht geben. So müssten in Bedrängnis geratene Staaten auch die Ursachen ihrer Schuldenberge bekämpfen und ihre mangelnde Wettbewerbsfähigkeit angehen.