Rösler: Wollen "großen Wurf" bei EU-Handelsabkommen mit den USA

Sonntag, 17. Februar 2013, 11:09 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung will einem Magazin zufolge auch gegen den Widerstand Frankreichs und anderer EU-Südländer ein möglichst umfangreiches Freihandelsabkommen mit den USA durchsetzen.

"Wir streben den großen Wurf an, keinen Minimalkonsens", sagte Wirtschaftsminister Philipp Rösler dem "Spiegel" einem Vorabbericht zufolge. Daher sollten nicht von vornherein gewisse Bereiche ausgeklammert werden.

US-Präsident Barack Obama hatte gemeinsam mit EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso Gespräche über einen Pakt zum Abbau von Zöllen und Handelsschranken angekündigt. Experten erwarten von einem solchen Abkommen einen Anstoß für die Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks. Allerdings will die EU ihre Restriktionen gegen genetisch veränderte Organismen ausklammern. Auch vom Verbot des Einsatzes von Wachstumshormonen in der Tierzucht will sie nicht abrücken. Die Landwirtschaft ist besonders für die südlichen EU-Staaten wichtig.