Deutschland und Frankreich kooperieren bei Lebensmittelkontrolle

Donnerstag, 21. Februar 2013, 19:07 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Deutschland und Frankreich wollen in der Europäischen Union eine verpflichtende Herkunftsbezeichnung für Fleischprodukte durchsetzen.

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner bestätigte am Donnerstag Gespräche mit ihrem französischen Kollegen Stephane Le Foll. "Wir werden gemeinsam mit den anderen EU-Staaten beim Ministerrat am kommenden Montag in Brüssel über Eckpunkte für eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung beraten", sagte die CSU-Politikerin nach Vorabbericht der "Passauer Neuen Presse".

In einem ersten Schritt sollten vor allem Fleischprodukte besser gekennzeichnet werden, damit die Herkunft transparent wird. Die EU-Kommission habe zugesagt, ihre Arbeiten zu beschleunigen, so dass noch in diesem Jahr die Weichen gestellt werden könnten. Le Foll hatte erklärt, er hoffe, auch die Briten würden sich dem deutsch-französischen Vorstoß anschließen.

Aigner schränkte ein: "Zur Wahrheit gehört auch: Kaum ein Betrüger wird sich von einer Kennzeichnungspflicht abhalten lassen."

Am Montag hatten die Verbraucherschutzminister von Bund und Ländern nationale Maßnahmen im Pferdefleisch-Skandal beschlossen, die unter anderem die Prüfung schärferer Sanktionen gegen Lebensmittelpanscher umfassen. Die EU-Kommission hatte vergangene Woche ein umfangreiches Testprogramm von Fleischprodukten beschlossen, um die Dimensionen des Skandals um falsch deklarierte Lebensmittel auszuloten.

 
REUTERS/Darren Staples (BRITAIN - Tags: SOCIETY CRIME LAW FOOD)