Schäuble: Von der Finanzsteuer nicht zu viel erwarten

Donnerstag, 21. Februar 2013, 17:36 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat vor zu hohen Erwartungen für das Aufkommen aus der geplanten Finanztransaktionssteuer gewarnt.

Es werde zunächst eine Zeit dauern, bis es über die Ausgestaltung der Steuer unter den elf beteiligten europäischen Ländern eine Einigung gebe, sagte Schäuble am Donnerstag in einer Diskussionsrunde mit Jugendlichen in Berlin. Auch zu hohe Erwartungen an das Aufkommen aus der Abgabe seien fehl am Platz. Schäuble bekräftigte, er hoffe, weitere Länder für die Einführung der Steuer zu gewinnen.

Schäuble lehnte es ab, direkt auf die Kandidatur des italienischen Ex-Regierungschefs Silvio Berlusconi bei der Parlamentswahl einzugehen. "Wir mischen uns da nicht ein", sagte er, ergänzte aber mit Blick auf den gegenwärtigen Regierungschef: "Mit (Mario) Monti ging es ganz gut." Er habe schon früher gesagt, dass das Land mit Monti Fortschritte bei seinen Reformen gemacht habe. Zugleich beteuerte der CDU-Politiker, er habe Vertrauen in die Italiener.