Altmaier und Rösler bei Regeln für Schiefergas-Förderung einig

Dienstag, 26. Februar 2013, 08:15 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die Bundesminister Peter Altmaier (Umwelt) und Philipp Rösler (Wirtschaft) haben sich auf Regeln für die umstrittene Gas-Fördermethode des Frackings geeinigt.

Eine Erschließung von Erdgas-Quellen in Wasserschutzgebieten soll ausgeschlossen und eine Umweltverträglichkeitsprüfung allgemein zur Pflicht werden, wie aus einem Brief der Minister vom Montag an Fraktionsexperten hervorgeht. Die Verordnung soll noch vor der Sommerpause in Kraft treten.

Beim Fracking werden Wasser, Chemikalien und Sand unter hohem Druck in Schiefergestein gepresst, um dieses aufzubrechen (fracken) und so Gasreserven zu erschließen. In den USA wird dies bereits in großem Stil getan, was zu einem Verfall der Gaspreise und in der Folge auch der Stromtarife geführt hat. Auch Ölquellen sprudeln dank der Technik wieder verstärkt. Allerdings gelten die Umweltauswirkungen als noch wenig erforscht.

In Deutschland wurde das Fracking bis auf Testbohrungen bisher nicht angewandt. Es war auch bisher kaum geregelt. Während die FDP von Wirtschaftsminister Rösler darauf gedrungen hatte, es nicht generell zu verbieten hatte Altmaier (CDU) davon gesprochen, es klar einzuschränken. Nach seinen Worten wird es in Deutschland in den kommenden Jahren nicht angewandt.

 
Germany's new Environment Minister Peter Altmaier walks through a tunnel during a visit to the disused mine in Remlingen June 1, 2012, which is used to store nuclear waste. REUTERS/Julian Stratenschulte/Pool