Kerry und Lawrow reden in Berlin über Syrien

Mittwoch, 27. Februar 2013, 07:45 Uhr
 

Moskau/Berlin (Reuters) - Im Syrien-Konflikt hat Russland die USA aufgefordert, die Opposition zu direkten Gesprächen mit der Regierung in Damaskus zu bewegen.

Die Opposition müsse Verhandlungsführer benennen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag nach Gesprächen mit seinem US-Kollegen John Kerry in Berlin. Nach der Unterredung am Rande von Kerrys Besuch in der Hauptstadt betonten Russland und die USA in ungewöhnlicher Übereinstimmung ihren Willen, Verhandlungen über ein Ende des seit zwei Jahren andauernden Konflikts voranzubringen. Lawrow kam nach eigenen Worten mit Kerry überein, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um einem Dialog den Weg zu ebnen. Lawrow sagte über den neuen US-Außenminister, Kerry erkenne den Ernst der Lage in Syrien.

Das US-Außenministerium charakterisierte die Gespräche anschließend als "wirklich ernst und ein Stück harter Arbeit". Bisher waren sich die USA und Russland vor allem uneins darüber, ob die Forderung der syrischen Opposition nach einem Rücktritt von Präsident Baschar al-Assad Bedingung direkter Gespräche sei. Lawrow bezeichnete diese Forderung im Vorfeld des Treffens mit Kerry als "unrealistisch".