Merkel: Engere Dialogform von G8 mit Schwellenländern bewährt
Toyako (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat beim G8-Gipfel eine positive Zwischenbilanz der im Vorjahr in Heiligendamm gestarteten engeren Dialogform mit den Schwellenländern gezogen.
Dieser "Heiligendamm-Prozess" habe sich bewährt, die Partner seien sich seiner Bedeutung bewusst, sagte Merkel am Mittwoch einer Mitteilung zufolge. Der Gipfel in Toyako sei das geeignete Forum, um diesem Projekt noch mehr Schwung zu geben. Zudem herrsche Einigkeit, dass diese Form des Meinungsaustausches zwischen den G8 und den wichtigsten Schwellenländern die Arbeit in internationalen oder regionalen Institutionen ergänzen sollte.
Merkel unterstrich, Basis des Dialogs "auf gleicher Augenhöhe" sei die Erkenntnis, dass bei der Lösung von immer mehr globalen Problemen eine enge Zusammenarbeit nötig sei. Der "Heiligendamm-Prozess" stärke die Kooperation zwischen den G8-Ländern - den USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, Japan, Kanada, Deutschland und Italien - und den fünf größten Schwellenländern - Indien, China, Brasilien, Mexiko und Südafrika - in beiderseitigem Interesse.
Als ein Themenfeld für die nahe Zukunft nannte Merkel die Förderung von Innovation über mehr Anstrengungen in den Bereichen Bildung, Forschung und Entwicklung. Ein weiteres Feld sei der Schutz von geistigem Eigentum und von Patenten vor Fälschungen und illegalen Kopien.
Der "Heiligendamm-Prozess" war vor einem Jahr beim Gipfel in Deutschland aus der Taufe gehoben worden. Er stellt zum Teil auch eine Alternative zu immer wieder aufkommenden Forderungen nach einer Erweiterung der G8 um die größten aufstrebenden Schwellenländer, insbesondere China, dar.
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