Zeitung: Jugendkriminalität nimmt in Hessen besonders stark zu

Montag, 14. Januar 2008, 07:38 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Hessen hat seit dem Regierungsantritt von Ministerpräsident Roland Koch einem Pressebericht zufolge mit die höchste Zunahme von Jugendgewalt bundesweit.

Die Zahl schwerer und gefährlicher Körperverletzungen durch 14- bis 18-Jährige sei in dem Bundesland zwischen 1999 und 2006 um 66 Prozent, im restlichen Bundesgebiet nur um 28 Prozent gestiegen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Montag. Dabei zitierte sie Berechnungen des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens (KFN) auf Basis der offiziellen Polizeistatistik.

Die Gewaltkriminalität Jugendlicher insgesamt, zu der auch Raub und Vergewaltigung zählen, nahm demnach in Hessen um 35 Prozent zu, in den anderen Ländern um 12 Prozent. Eine der Ursachen dürften die langwierigen Jugendgerichtsverfahren in Hessen sein, sagte KFN-Leiter Christian Pfeiffer der Zeitung.