Fraktionen von Union und SPD besiegeln Bahn-Privatisierung
Berlin (Reuters) - Die Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD haben mit großer Mehrheit die geplante Privatisierung der Deutschen Bahn besiegelt.
Bei den Sozialdemokraten konnten sich am Dienstag die Kritiker des Vorhabens in der Fraktion mit ihren Bedenken erneut nicht durchsetzen. Die SPD-Abgeordneten hätten den Antrag für den geplanten Börsengang der Deutschen Bahn mit großer Mehrheit gebilligt, sagte Parteichef Kurt Beck. Aus Teilnehmerkreisen verlautete, zwölf Abgeordnete hätte gegen das Vorhaben votiert. Dagegen stimmte die Unionsfraktionen nach Angaben von Teilnehmern einmütig zu.
"Damit ist ein wichtiges Reformprojekt auf den Weg gebracht", sagte Beck. Das Vorhaben muss vom Bundestag noch förmlich beschlossen werden. Nach langem Ringen hatte sich die große Koalition vor gut einer Woche auf einen Börsengang der Bahn geeinigt. Danach sollen 24,9 Prozent der Verkehrssparte einer neuen Bahn-Holding privatisiert werden. Diese Begrenzung soll den Einfluss privater Investoren einschränken. Vertreter des linken SPD-Flügels hatten das Modell zuvor in einem Brief erneut als Verstoß gegen die SPD-Ziele abgelehnt.
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