DGB-Chef Sommer: "Bei der Bahnreform politisch verloren"
Mainz (Reuters) - Bei der Teilprivatisierung der Bahn sind die Gewerkschaften nach Einschätzung von DGB-Chef Michael Sommer mit ihren Zielen nicht durchgekommen.
"Bei der Bahnreform haben wir politisch verloren", sagte Sommer am Donnerstag bei der zentralen Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Mainz. Das jetzige Ergebnis sei ein Kompromiss. Das Ziel der Gewerkschaft, die Privatisierung der Bahn zu verhindern, habe der DGB nicht durchsetzen können.
Einige Gegner der Privatisierung der Bahn störten die Rede von SPD-Chef Kurt Beck. Beck war in seiner Rede nicht direkt auf die Bahnprivatisierung eingegangen. Allerdings warf er einigen Demonstranten vor, nicht solidarisch zu sein. "Das ist sicher nicht Solidarität, sondern Verwirrung - und zwar eine tiefe", sagte Beck. Der SPD-Chef, der auch Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz ist, erklärte, eine Privatisierung beispielsweise von Wasserversorgern habe es schließlich in seinem Bundesland nicht gegeben. Die Demonstranten, die unter anderem Attac und Transnet angehörten, warfen der SPD Wortbruch vor.
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