EZB-Banker fordert mehr staatliche Eingriffe gegen Finanzkrise

Freitag, 17. Oktober 2008, 15:33 Uhr
 

Santiago (Reuters) - Angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten hat EZB-Ratsmitglied Jose Manuel Gonzalez-Paramo umfassendere Staatseingriffe gefordert.

Die Notwendigkeit staatlicher Interventionen sei mit der Verschärfung der Finanzmarktturbulenzen akuter geworden, sagte Gonzalez-Paramo am Donnerstagabend. Kernfunktionen des Finanzsystems seien in Gefahr. Wegen der internationalen Finanzkrise werde das Wachstum in der Euro-Zone im zweiten Halbjahr unter den Erwartungen liegen und dieser Trend werde sich bis in das nächste Jahr hineinziehen. Als ein Resultat werde sich allerdings die Inflation auf die EZB-Zielmarke von knapp unter zwei Prozent abschwächen.