Immobilienpreise in Spanien im 1.Quartal im Rekordtempo gefallen

Freitag, 17. April 2009, 19:41 Uhr
 

Madrid (Reuters) - Die Immobilienpreise in Spanien sind im ersten Quartal im Rekordtempo gefallen.

Wie die Regierung am Freitag bekanntgab, brachen die Preise für Häuser verglichen mit dem selben Vorjahresquartal um 6,8 Prozent ein. Im Vergleich zum vierten Quartal gingen sie um drei Prozent zurück. Damit ist das Preisniveau seit vier Quartalen in Folge rückläufig.

Analysten der Bank Credit Suisse sagten, dass Angebot und Nachfrage auf dem spanischen Immobilienmarkt weit auseinandergingen. Derzeit stünden 1,5 bis zwei Millionen Häuser zum Verkauf. In Spanien koste eine Immobilie das 7,2fache des durchschnittlichen Jahreseinkommens eines Haushalts. In Großbritannien kosteten sie nur das 4,6fache und in den USA lediglich das dreifache. Der spanische Markt sei somit weiterhin deutlich überteuert.

In Irland, dessen Immobilienboom häufig mit dem spanischen verglichen wird, fielen die Preise im Februar um 9,7 Prozent auf Jahresbasis und damit den 24. Monat in Folge. In Großbritannien gingen sie im gleichen Zeitraum um 12,3 Prozent zurück. Seit ihrem Rekordhoch 2007 sind die Häuserpreise in Spanien um etwa 32 Prozent gesunken. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass die Immobilien noch bis zum nächsten Jahr weiter verbilligten. Bis das Überangebot an Häusern abgebaut ist, dürften den Experten zufolge mindestens drei Jahre vergehen.