DIW-Chef erwartet drastischen Anstieg der Staatsverschuldung
Berlin (Reuters) - Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet im Verlauf der Wirtschaftskrise mit einem Anstieg der Staatsverschuldung um bis zu 500 Milliarden Euro.
"Vor der Krise hatten wir eine Staatsverschuldung von 1,5 Billionen Euro. Wenn wir Pech haben, sind es nach der Krise zwei Billionen", sagte Klaus Zimmermann der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag" laut Vorabbericht vom Freitag. In diesem Zusammenhang kritisierte der Wirtschaftswissenschaftler erneut die Steuersenkungspläne der Union. "Das Wahlkonzept ist ökonomisch völlig irrational", so Zimmermann.
Zimmermann erwartet, dass Deutschland die Maastricht-Kriterien in den nächsten zehn Jahren nicht mehr erfüllen wird. Die Kriterien begrenzen die Staatsverschuldung auf 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. "Nach der Krise werden es 75 Prozent sein. Vielleicht schaffen wir es einmal, die Verschuldung auf 70 Prozent zu drücken."
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