Arbeitsorganisation ILO: Reallöhne steigen 2009 nur noch wenig
Berlin (Reuters) - Im Zuge der Wirtschaftskrise dürften nach Ansicht der ILO die Lohnsteigerungen weltweit erneut nachlassen.
Für 2009 sei trotz der sich abzeichnenden Konjunkturerholung ein weiteres Sinken der Reallohnzuwächse zu erwarten, teilte die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) am Dienstag in ihrem aktualisierten Bericht über die globale Lohnentwicklung mit. Im ersten Quartal 2009 seien in der Hälfte der erfassten 35 Länder die realen Monatsgehälter gefallen, oft aufgrund von geringeren Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich. 2007 hatte es noch Lohnzuwächse von 4,3 Prozent gegeben, 2008 nur noch ein Plus von 1,4 Prozent. In den G20-Ländern seien die Löhne im vorigen Jahr sogar um 0,2 Prozent geschrumpft.
"Die anhaltende Verschlechterung bei den Reallöhnen weltweit lässt Zweifel an der Nachhaltigkeit der Konjunkturerholung aufkommen - vor allem, wenn zudem staatliche Konjunkturprogramme auch noch zu früh eingestellt werden", sagte Manuela Tomei, Direktorin des ILO-Beschäftigungsprogramms.
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