Lagarde: CDS auf Staatsschulden sollten verboten werden
Paris (Reuters) - Die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde hat sich für ein Verbot bestimmter Kreditderivate ausgesprochen.
"Credit Default Swaps (CDS) auf Staatsschulden sollten zumindest sehr, sehr streng reguliert, begrenzt oder verboten werden", sagte die Ministerin am Sonntag dem französischen Radiosender Europe 1. Dies sei ihre persönliche Meinung zu den Finanzinstrumenten. Lagarde hatte sich in der Vergangenheit für eine strengere Regulierung des CDS-Markts ausgesprochen, ein Verbot bisher aber nicht angeregt.
Mit CDS können sich Investoren gegen Zahlungsausfälle ihrer Gläubiger absichern. Das Instrument wird aber auch von Spekulanten genutzt, die kein echtes Sicherungsinteresse haben. Im Falle Greichenlands haben sie damit die Versicherungskosten in die Höhe getrieben und die Schuldenprobleme verstärkt.
Lagarde betonte, Griechenland sei zweifellos in der Lage, seine Schulden mit der Hilfe öffentlicher oder privater Mittel zu refinanzieren. Das griechische Staatsdefizit lag im vergangenen Jahr mit 12,7 Prozent um ein Mehrfaches über der EU-Obergrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes.
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