Konzernführer werben um Hilfen für Euro-Problemländer

Freitag, 17. Juni 2011, 09:05 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung kann offenbar auf Unterstützung prominenter Konzernführer für ihren europapolitischen Kurs hoffen.

Rund 70 Top-Manager aus Deutschland und Frankreich wollen ab der kommenden Woche in großen Zeitungsanzeigen für einen stabilen Euro und Hilfen für die Euro-Problemländer werben, berichtete am Freitag das "Handelsblatt". "Wir richten uns mit einem klaren Appell an die Politik, alles dazu beizutragen, die Voraussetzungen für einen dauerhaft stabilen und wettbewerbsfähigen Euro zu schaffen. Das ist die Basis für zukünftigen Wohlstand in Europa", zitierte die Zeitung aus einem Entwurf des Textes.

Die Manager warnen demnach, die Schuldenkrise "gefährdet nun das Erreichte" in Europa. Deshalb müsse den in Probleme geratenen Ländern kurzfristig geholfen werden. "Die Rückkehr zu stabilen finanziellen Verhältnissen wird viele Milliarden kosten, aber die Europäische Union und unsere gemeinsame Währung sind diesen Einsatz allemal wert", zitiert die Zeitung. "Der Euro symbolisiert das Europa von heute. Ein Scheitern der Währung wäre ein fataler Rückschlag für den Kontinent", heißt es am Ende des Textes.

Zu den Unterzeichnern des Appells gehören der Zeitung zufolge Siemens-Chef Peter Löscher, Telekom-Chef Rene Obermann sowie die Vorstandschefs von Daimler, Dieter Zetsche, und BMW, Norbert Reithofer. Auch EADS-Chef Louis Gallois habe sich hinter die Initiative gestellt.