Rehn dringt auf Vergrößerung des Euro-Rettungsschirms

Donnerstag, 23. Februar 2012, 15:29 Uhr
 

Brüssel (Reuters) - Das Abgleiten der Euro-Zone in die Rezession macht nach Ansicht von EU-Währungskommissar Olli Rehn die Verstärkung der Rettungsfonds für Euro-Krisenländer umso dringlicher.

Dies sei Teil des Gesamtpakets aus strikterer Haushaltskontrolle und engerer Koordination der Wirtschaftspolitik, die mit dem neuen Fiskalpakt und dem verschärften Stabilitätspakt erreicht werde. Bei der akuten Krisenabwehr gebe es noch nicht genug Fortschritt, sagte Rehn am Donnerstag in Brüssel. Es sei wichtig, dass die Euro-Länder entschieden handelten, um die Ansteckungsgefahr in der Euro-Schuldenkrise und schädliche Spekulationen an den Finanzmärkten einzudämmen.

Rehn hatte sich schon nach dem Treffen der Euro-Finanzminister dafür ausgesprochen, die verbleibende Kreditkapazität von rund 250 Milliarden Euro aus dem EFSF auf das ab Mitte 2012 geplante Volumen des ESM von 500 Milliarden Euro draufzusatteln. Die Bundesregierung hatte daraufhin ihr Nein zu einer Ausweitung der Rettungsfonds bekräftigt.