Frankreich sammelt Milliarden bei Anlegern ein - zu Mini-Zinsen
Paris (Reuters) - Frankreich profitiert von der Unsicherheit der Anleger und kann sich mittelfristig zu sehr günstigen Konditionen verschulden.
Das Land verkaufte am Donnerstag Anleihen über insgesamt 8,96 Milliarden Euro und musste den Investoren deutlich geringere Zinsen bieten als etwa Spanien. Die durchschnittliche Rendite bei Papieren mit Laufzeit bis 2015 lag bei nur 0,12 Prozent und bei Papieren bis 2016 bei 0,53 Prozent. Bei Bonds mit Laufzeit bis 2017 erhielten Anleger eine Durchschnittsrendite von 0,86 Prozent. Zum Vergleich: Spanien musste Investoren hier eine Rendite von rund 6,46 Prozent bieten und damit die höchste Prämie in dieser Anlageklasse seit Einführung des Euro.
In der Schuldenkrise meiden viele Investoren risikoreiche Anlagen und verzichten damit auf höhere Renditen. Dies führte wiederholt dazu, dass etwa Deutschland, die Niederlande, Frankreich und jüngst auch der Rettungsfonds EFSF bereits Prämien fürs Schuldenmachen erhielten statt die Investoren mit Renditen ködern zu müssen.
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