Fed-Vertreter macht konkreten Vorschlag zu Dauer der Lockerungen

Freitag, 2. November 2012, 08:03 Uhr
 

Wellesley (Reuters) - Aus der US-Notenbank (Fed) kommt der erste konkrete Vorschlag zur Dauer der laufenden geldpolitischen Lockerungen.

Der Präsident der Fed von Boston, Eric Rosengren, empfahl am Donnerstag, diese mindestens so lange fortzusetzen, bis die Arbeitslosenquote unter die Marke von 7,25 Prozent fällt. Sobald dies der Fall sei, solle ein Stopp des Programms zur sogenannten Quantitativen Lockerung (QE) geprüft werden. Ferner solle der Leitzins so lange bei Null bleiben, bis die Arbeitslosigkeit auf 6,5 Prozent rutscht. Bedingung für beide Faustregeln sei allerdings, dass die Aussichten für die Inflation moderat sind, erläuterte Rosengren, der erst im kommenden Jahr in dem für die geldpolitischen Entscheidungen zuständigen Ausschuss stimmberechtigt ist.

Wegen der schleppenden Konjunktur hatte die Fed im September eine dritte Runde der Quantitativen Lockerung (QE3) gestartet. Diese sieht einen Wertpapier-Aufkauf in Höhe von 40 Milliarden Dollar im Monat vor. Zur Laufzeit dieses Programms hat sich die Notenbank bislang nicht genau geäußert. Sie hatte lediglich formuliert, es solle so lange dauern, bis sich der Arbeitsmarkt "substanziell" verbessert. Welche Kriterien dafür gelten sollen, hat die Fed bislang nicht festgelegt.

Im September lag die Arbeitslosenquote bei 7,8 Prozent. Der Arbeitsmarktbericht für Oktober sollte am Freitag vorgelegt werden.

 
U.S. President Barack Obama meets with Chairman of the Federal Reserve Ben Bernanke in the Oval Office of the White House in Washington, in this June 29, 2010 file photo. Bernanke has told close friends he probably will not stand for a third term at the central bank even if President Obama wins the November 6 election, the New York Times reported on October 23, 2012. REUTERS/Larry Downing/Files (UNITED STATES - Tags: POLITICS BUSINESS)