Dienstleister in der Euro-Zone schwächeln erneut

Dienstag, 6. November 2012, 10:00 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die Geschäfte der Dienstleister in der Euro-Zone laufen so schlecht wie zuletzt im Juli 2009.

Im Oktober mussten die Firmen wie seit über einem Jahr sinkende Aufträge verkraften, bauten Jobs ab und blickten so skeptisch nach vorne wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Markit-Umfrage unter rund 2000 Unternehmen hervorgeht. Der Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor fiel im Oktober um 0,1 auf 46,0 Punkte. Wachstum signalisiert das Barometer erst ab Werten von über 50 Zählern. Für Skepsis bei den Unternehmen sorgt die schwache Binnenkonjunktur und die maue Nachfrage aus Schlüsselmärkten wie den USA.

Der Composite Index, der Industrie und Dienstleister zusammenfasst, sackte um 0,4 auf 45,7 Punkte. "Das Geschäftsklima leidet nach wie vor gewaltig unter der schwachen Binnennachfrage und der Abkühlung der Weltwirtschaft", sagte Markit-Ökonom Rob Dobson. "Dass es in den vier wirtschaftlich bedeutendsten Euro-Ländern im Oktober bergab ging, zeigt das ganze Ausmaß der Misere." Eine herbe Enttäuschung sei, dass sich die Talfahrt sogar in Deutschland beschleunigt habe. Auch in Frankreich, Italien und Spanien blieben die Barometer deutlich unter der 50-Punkte-Marke.