Kreise- EU-Kommission bietet Autobranche keine Hilfen an

Mittwoch, 7. November 2012, 08:20 Uhr
 

Brüssel (Reuters) - Die EU-Kommission will Kreisen zufolge Werksschließungen in der Autobranche vorerst nicht mit neuen Hilfen abfedern.

Industriekommissar Antonio Tajani werde bei der Vorstellung seines Aktionsplanes 2020 auf andere Töpfe der Gemeinschaft verweisen, die für solche Fälle bereit stünden, sagten EU-Vertreter, die mit dem für Donnerstag angekündigten Plan vertraut sind. Um die nötigen Reformen der Branche zu unterstützten, werde Tajani aber bald die wichtigsten Beteiligten an einen Tisch holen.

Die Kommission ist bislang nicht auf Forderungen von Autoherstellern wie dem italienischem Fiat-Konzern eingegangen, sie solle Stellenabbau und Fabrikschließungen finanziell unterstützen. Aus ihrer Sicht sind die Überkapazitäten ein Problem der Branche. Die Aufgabe der Kommission sei es, in einer solchen Umstrukturierung auf die Vorgaben des Binnenmarktes zu achten und darauf, dass alle Hersteller auf dem Markt vergleichbare Bedingungen vorfänden, betonten die EU-Vertreter weiter.

Der Aktionsplan 2020 solle keine kurzfristigen Hilfen, sondern eine langfristige Vision für die Branche und ihre Wettbewerbsfähigkeit entwickeln, hieß es. Dazu gehört aus Sicht der Kommission vor allem mehr Forschung an klimafreundlichen Antrieben, die aus dem derzeit heftig umstrittenen EU-Haushalt gefördert werden soll.

Zahlreiche große Autobauer in Europa, darunter Opel, Ford und Peugeot haben angesichts des schrumpfenden Absatzes Stellenstreichungen entweder bereits in Vorbereitung oder angekündigt.

 
Fiat cars under covers are seen at a dealership in Rome October 30, 2012. REUTERS/Alessandro Bianchi