Chemiebranche hofft nach Obama-Sieg auf Freihandelsabkommen

Mittwoch, 7. November 2012, 09:37 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Die deutsche Chemiebranche hat sich nach der Wiederwahl von US-Präsident Barack Obama für den zügigen Abschluss eines Freihandelsabkommens zwischen den USA und Europa ausgesprochen.

"Das wäre ein wichtiger Impuls für Wachstum und Beschäftigung beiderseits des Atlantiks", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Utz Tillmann, am Mittwoch. Die chemische Industrie verbinde mit der Wiederwahl von Präsident Obama die Hoffnung, dass die USA und Europa ihre Partnerschaft festigen. Zudem könnten Schwierigkeiten bei der Liberalisierung des Handels im Rahmen der Welthandelsorganisation WTO nur im engen Schulterschluss zwischen Europa und den USA gemeistert werden.

"Es gilt, einen stabilen und zukunftsfähigen globalen Ordnungsrahmen für offene Märkte und faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen und die aufstrebenden Schwellenländer mit an Bord zu holen", erklärte Tillmann. Die Chemieindustrie ist Deutschlands drittgrößter Industriezweig. Der VCI vertritt die Interessen von rund 1650 Chemieunternehmen in Deutschland mit zusammen etwa 437.000 Beschäftigten.