Zeitung: Zinskosten des Bundes so gering wie zuletzt 1993

Donnerstag, 8. November 2012, 08:11 Uhr
 

Washington (Reuters) - Die Zinskosten des Bundes fallen einem Pressebericht zufolge in diesem Jahr so gering aus wie seit fast 20 Jahren nicht mehr.

Finanzminister Wolfgang Schäuble werde zwischen 31,5 Milliarden und 31,8 Milliarden Euro an Zinsen zahlen, berichtete die "Bild"-Zeitung (Donnerstagausgabe) vorab unter Berufung auf Ministeriumskreise. Das seien knapp drei Milliarden Euro weniger als ursprünglich vorgesehen und so wenig wie zuletzt 1993. Grund für die Entlastung seien die deutlich gesunkenen Renditen für deutsche Staatsanleihen.

Deutschland profitiert in der Schuldenkrise von seinem Status als sicherer Anlagehafen. Auf der Suche nach einem verlässlichen Parkplatz für ihr Geld begnügen sich Anleger mit Mini-Zinsen oder zahlen sogar eine Prämie, um in den Besitz von Bundeswertpapieren zu kommen.