Standard & Poor's: Gefahr von US-Fiskalklippe noch immer gering

Freitag, 9. November 2012, 07:24 Uhr
 

New York (Reuters) - Die Rating-Agentur Standard & Poor's hält das Risiko weiterhin für gering, dass US-Politiker keinen Kompromiss in Haushaltsfragen finden und so zum Jahreswechsel automatische Einsparungen in Milliardenhöhe in Gang setzen.

Die Gefahr der sogenannten "Fiskalklippe" wachse zwar, aber wahrscheinlich würden Demokraten und Republikaner noch rechtzeitig zusammenfinden, erklärte die Agentur am Donnerstag. Die Analysten bezifferten die Wahrscheinlichkeit auf etwa 15 Prozent, dass politisches Taktieren einen Kompromiss verhindert.

S&P hatte den USA bereits im vergangenen Jahr die Bonitäts-Bestnote "AAA" entzogen und dies auch mit dem erbitterten Streit im Kongress über die Haushaltspolitik begründet. Die "Fiskalklippe" könnte der US-Wirtschaft Schätzungen zufolge rund 600 Milliarden Dollar entziehen und so die konjunkturelle Erholung gefährden.