Magazin: Lautenschläger will nicht EZB-Bankenaufseherin werden

Sonntag, 11. November 2012, 11:42 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger will einem Magazinbericht zufolge nicht die neue Bankenaufsicht unter dem Dach der Europäischen Zentralbank leiten.

Lautenschläger habe Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble wissen lassen, sie wolle sich in dieser schwierigen lieber weiter um die deutschen Banken kümmern, als oberste Bankenaufseherin bei der EZB zu werden, schreibt "Der Spiegel". Neben Lautenschläger werden auch die Chefin der deutschen Finanzaufsicht Bafin, Elke König, und ihre französische Kollegin Daniele Nouy als Kandidateinnen für die Leitung der neuen europäischen Bankenaufsicht gehandelt. Nach der Absage Lautenschlägers gilt dem "Spiegel" zufolge nun die Französin als Favoritin.

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte in der vergangenen Woche berichtet, dass vor allem Deutschland und Frankreich darauf pochen, angesichts des geringen Frauenanteils bei den EZB-Spitzenjobs den Chefposten für die Bankenaufsicht weiblich zu besetzen. Zuletzt war eine Debatte darüber entbrannt, dass in der EZB-Spitze nur Männer vertreten sind. Das EU-Parlament verzögert daher den Einzug des Luxemburgers Yves Mersch in das Direktorium der Zentralbank.

 
The Euro currency sign is seen next to the European Central Bank (ECB) headquarters in Frankfurt November 6, 2012. The European Central Bank is set to leave interest rates unchanged on Thursday, deferring a cut in borrowing costs that would risk undermining the impact of Mario Draghi's signature policy a year into his ECB presidency. A raft of weak economic data support the case for cutting rates but to do so could stir up debate in Germany about the ECB going soft under Draghi and blunt the impact of his new bond-purchase plan, dubbed Outright Monetary Transactions (OMT). REUTERS/Lisi Niesner (GERMANY - Tags: BUSINESS POLITICS)