Griechenland und Portugal schieben Exporte der Euro-Zone an

Freitag, 16. November 2012, 15:58 Uhr
 

Brüssel/Berlin (Reuters) - Die Ausfuhren der Krisenstaaten Griechenland und Portugal schieben das Exportwachstum der gesamten Euro-Zone an.

Die 17 Länder im Währungsraum erhöhten ihren Handelsüberschuss im September auf 9,8 Milliarden Euro, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte. Die Differenz aus Exporten und Importen lag damit rund fünf Mal höher als im September 2011. Die Ausfuhren gehören zu den wenigen Wachstumsstützen in der Euro-Zone. Denn wegen der Sparpolitik und der Schuldenkrise schrumpfte die Wirtschaft im Währungsgebiet im dritten Quartal um 0,2 Prozent. Die Euro-Zone fiel damit erstmals seit 2009 wieder zurück in die Rezession.

Auch Griechenland und Portugal kämpfen weiter mit stark sinkender Wirtschaftskraft. Allerdings steigerte das von der Staatspleite bedrohte Griechenland von Januar bis August seine Ausfuhren um elf Prozent, währen die Importe um 13 Prozent fielen. Portugal lieferte zehn Prozent mehr ins Ausland und importierte fünf Prozent weniger. Auch die hoch verschuldeten Länder Spanien und Italien steigerten ihre Exporte in den ersten acht Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.