DZ Bank sieht Deutschland, USA und China 2013 auf gutem Weg

Donnerstag, 22. November 2012, 17:30 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Die USA, China und Deutschland werden nach Einschätzung der Experten der DZ Bank nächstes Jahr die Musterschüler in puncto wirtschaftlicher Entwicklung sein.

Dagegen werde die Euro-Zone noch mit der Euro-Schuldenkrise zu kämpfen haben. "Der Ausblick für die Euro-Zone ist auf kurze Sicht zwar noch etwas eingetrübt, aber mittelfristig wird er besser, weil die verschiedenen Maßnahmen greifen werden", sagte Stefan Bielmeier, Chefvolkswirt bei der DZ Bank, am Donnerstag in Frankfurt. Die Weltkonjunktur werde vor allem von den Entwicklungen in den USA und China profitieren. In den USA erhole sich der Immobilienmarkt, in China kurbelten die geldpolitischen Maßnahmen die Wirtschaft an.

Auch die deutsche Wirtschaft und den Dax sehen die Experten der DZ Bank auf gutem Wege. "Zwei Dinge stabilisieren die Nachfrage in Deutschland: der private Konsum und die Bauwirtschaft", stellte Michael Holstein, Leiter Volkswirtschaft der DZ Bank, fest. Deutschland komme zu gute, dass sich die Exportwirtschaft in den vergangenen Jahren immer mehr auf außereuropäische Länder konzentriert habe. "Nach einem schwierigen Jahr 2013 wird es 2014 eine kräftige Erholung geben", sagte Holstein. Für Deutschland prognostizieren die DZ-Bank-Analysten für das kommende Jahr ein Wachstum von 0,4 Prozent. 2014 rechnen sie schon mit einem Plus von 2,2 Prozent.

Von dieser Erholung werde auch der Dax profitieren. Christian Kahler, Chefanlagestratege der DZ Bank, sieht den Leitindex zum Ende des kommenden Jahres bei 7800 Punkten. Das wäre zum jetzigen Stand von rund 7250 Punkten noch ein Plus von knapp acht Prozent. Um den Dax kämen Anleger 2013 nicht herum, urteilt Kahler. Dagegen rät er von festverzinslichen Papieren ab. "Anleihen sind für die langfristige Vermögensanlage unattraktiv." Staatsanleihen lohnten sich höchstens noch als Alternative zu Geldmarktprodukten, die noch weniger Rendite böten.