Ratingagentur Fitch begrüßt Griechenland-Einigung

Dienstag, 27. November 2012, 18:32 Uhr
 

New York (Reuters) - Die Ratingagentur Fitch hat die Einigung über neue Finanzhilfen für Griechenland begrüßt.

Die Bonitätsprüfer sprachen am Dienstag von einer positiven Entscheidung, die die unmittelbare Gefahr eines Staatsbankrotts oder eines Austritts aus der Euro-Zone mindere. Allerdings blieben Risiken bestehen. Der Agentur zufolge werden mit den geplanten Schritten die Staatsschulden Griechenlands auf eine tragfähige Grundlage gestellt. Fitch kündigte zugleich an, den geplanten Schuldenrückkauf durch die griechische Regierung nicht als sogenanntes Kreditereignis zu werten, sollte der Rückkauf auf rein freiwilliger Basis geschehen. Ein Kreditereignis zieht die Fälligkeit von Kreditausfallversicherungen (CDS) nach sich. Dies wiederum könnte nach Expertenansicht zu Turbulenzen an den Finanzmärkten führen.

Mit dem Rückkauf eigener Staatsanleihen will Griechenland seine Schuldenlast merklich reduzieren. Denn die im Wert dramatisch gefallenen Titel sollen zu einem deutlich geringeren Preis zurückerworben werden als zu dem sie ausgegeben wurden. Das freiwillige Angebot soll bis zum 12. Dezember laufen. Private Investoren halten noch Anleihen im Wert von rund 60 Milliarden Euro. Der Löwenanteil entfällt auf griechische Banken und Pensionsfonds, der Rest auf Hedge-Fonds, die auf einen solchen Rückkauf spekuliert haben dürften.

 
A couple walks in front of the Parthenon temple at the Acropolis hill in Athens November 27, 2012. REUTERS/John Kolesidis