US-Regierung: Chinesische Währung weiter deutlich unterbewertet

Mittwoch, 28. November 2012, 08:03 Uhr
 

Washington (Reuters) - Die chinesische Währung ist nach Einschätzung der US-Regierung weiter deutlich unterbewertet.

Allerdings sei der Yuan seit Juni 2010 inflationsbereinigt um 12,6 Prozent im Vergleich zum Dollar gestiegen, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Finanzministeriums. Die Regierung in Peking habe ihre Interventionen auf Devisenmärkten seit dem vergangenen Jahr deutlich verringert und Kapitalverkehrskontrollen gelockert.

Die Regierung warf der Volksrepublik auch keine Währungsmanipulationen wie zwischen 1992 und 1994 vor. Diese Anschuldigung wäre zwar nur von symbolischer Bedeutung gewesen. Die US-Regierung hätte das Thema dann aber offen ansprechen müssen. Viele US-Firmen kritisieren schon länger, dass die chinesische Regierung den Wert der Landeswährung künstlich niedrig halte, um ihre exportabhängige Industrie auf Kosten amerikanischer Arbeitsplätze zu schützen.