Österreich sieht keinen Bedarf für höheren ESM-Rettungsfonds

Sonntag, 2. Dezember 2012, 12:41 Uhr
 

Wien (Reuters) - Der Euro-Rettungsschirm ESM muss nach Ansicht der österreichischen Finanzministerin Maria Fekter auch nach der Herabstufung durch die Agentur Moody's nicht aufgestockt werden.

"Der ESM hat genug Feuerkraft", sagte Fekter der Zeitung "Österreich" in einem am Sonntag veröffentlichten Interview. Die Herabstufung der Bonitätsnote sei bedauerlich. "Ich hoffe, es schlägt sich nicht auf das Zinsniveau nieder. Das wäre zum Nachteil jener Länder, die Hilfe vom ESM brauchen."

Moody's hatte am Freitag den Rettungsschirmen ESM und EFSF die Bestnote entzogen und den Schritt mit der jüngsten Herabstufung Frankreichs begründet, das einer der wichtigsten Geldgeber der Fonds ist. Der Ausblick ist negativ, womit eine weitere Herabstufung droht. Mit einer schlechteren Bonitätsnote sind oft höhere Zinsen für den Schuldner verbunden. Moody's verwies jedoch darauf, dass beide Rettungsfonds noch sehr hoch bewertet seien.