Bund verdient mit letzter Anleihenauktion 2012 erneut Geld

Mittwoch, 5. Dezember 2012, 11:54 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Der Bund hat mit seiner letzten Anleiheauktion in diesem Jahr erneut Geld verdient.

Die Versteigerung von Schatzanweisungen mit zweijähriger Laufzeit spülte am Mittwoch gut 3,3 Milliarden Euro in die Staatskasse. Die Durchschnittsrendite lag mit minus 0,01 Prozent zum 21. Mal in diesem Jahr im negativen Bereich. Der Bund muss damit keine Zinsen zahlen, sondern kassiert von den Gläubigern eine kleine Prämie. Bei der vorigen Auktion im November lag die Rendite bei minus 0,02 Prozent. Die Nachfrage blieb stabil: Sie übertraf das Angebot erneut um das 1,9-Fache.

Der Bund hat bei insgesamt 70 Auktionen in diesem Jahr rund 264 Milliarden Euro eingenommen, um alte Schulden zurückzuzahlen und das Defizit im Bundeshaushalt zu schließen. Fondsmanager gehen davon aus, dass sich Finanzminister Wolfgang Schäuble auch im Jahr 2013 über geringe Zinskosten freuen kann. "Auf Jahressicht erwarten wir ein Anhalten des Niedrigzinsumfeldes", sagte Stefan Barkhausen von Union Investment, die ein Vermögen von 190 Milliarden Euro verwaltet, zu Reuters.

Deutschland profitiert in der Schuldenkrise von seinem Status als sicherer Hafen. Alle drei großen Ratingagenturen bewerten die Kreditwürdigkeit der Bundesrepublik mit der Bestnote "AAA". Auf der Suche nach einem sicheren Parkplatz für ihr Geld begnügen sich Anleger mit Mini-Zinsen oder zahlen sogar eine Prämie, um in den Besitz von Bundeswertpapieren zu kommen.