EZB verlängert Notenbanken-Abkommen zur Versorgung mit Dollar

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 17:38 Uhr
 

Berlin/Frankfurt (Reuters) - Die EZB verlängert ihr Abkommen mit führenden Notenbanken zur Versorgung mit Dollar-Liquidität.

Wie die Europäische Zentralbank am Donnerstag mitteilte, wird das zum 1. Februar 2013 auslaufende sogenannte Swap-Programm um ein Jahr verlängert. Daran sind neben der EZB auch die US-Notenbank Federal Reserve, die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Bank of Canada beteiligt. Die Bank von Japan erwäge eine Teilnahme, hieß es weiter.

Commerzbank-Ökonom Michael Schubert sagte zu der Verlängerung: "Die Krise hat dazu geführt, dass sich Banken international weniger vertrauen. Dadurch kommen europäische Banken nicht mehr so gut an Dollar heran." Die EZB ersetze die Ausfälle auf dem Interbankenmarkt, indem sie sich Fremdwährungen von anderen Zentralbanken hole und es an die Banken in Euro-Land weiterreiche. Dollar werden gebraucht, um besonders im internationalen Handel Rechnungen zu begleichen. "Der Dollar-Bedarf in der Euro-Zone ist nicht besonders ausgeprägt, aber er ist beständig da", sagte Schubert.