Wirtschaft in Euroraum mit Trippelschritten aus der Krise

Freitag, 14. Dezember 2012, 10:44 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die Wirtschaft in der Euro-Zone bremst nur mühsam ihre Talfahrt.

Der Einkaufsmanagerindex für die gesamte Privatwirtschaft stieg im Dezember zwar leicht auf 47,3 von 46,5, wie das Markit-Institut am Freitag zu seiner Umfrage unter rund 4000 Unternehmen mitteilte. Damit liegt das Barometer aber immer noch deutlich unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. "Der Abschwung in der Euro-Zone hat sich im Dezember etwas entschärft, was die Hoffnung schürt, dass sich der Ausblick für nächstes Jahr aufhellt", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Den Höhepunkt der Krise habe es womöglich schon im Oktober gegeben. Dennoch dürfte die Wirtschaft Ende 2012 stärker geschrumpft sein als im dritten Quartal mit 0,1 Prozent, betonte Williamson.

Das Barometer für den Service-Sektor stieg um 1,1 auf 47,8 Punkte und erreichte den höchsten Stand seit fünf Monaten. Der Index für die Industrie kletterte nur minimal um 0,1 auf 46,3 Zähler, stieg aber dennoch auf ein Neun-Monats-Hoch.

Die Wirtschaft in der Euro-Zone war zuletzt zwei Quartale in Folge geschrumpft und steckt damit nach gängiger Definition in der Rezession.