Sprudelnde Steuereinnahmen helfen Gemeinden beim Defizitabbau

Freitag, 14. Dezember 2012, 13:26 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Dank steigender Steuereinnahmen und Zuschüssen von den Ländern haben die Kommunen in Deutschland ihr Haushaltsloch in diesem Jahr bisher fast gestopft.

In den ersten drei Quartalen 2012 reduzierten sie ihr Defizit binnen Jahresfrist deutlich auf 1,4 von 5,3 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Die Einnahmen der Gemeinden und Gemeindeverbände erhöhten sich um 3,2 Prozent auf 139,1 Milliarden Euro, ihre Ausgaben hingegen stiegen nur um 0,3 Prozent auf 140,4 Milliarden.

Die Einnahmen aus Steuern stiegen um fast sieben Prozent auf gut 50 Milliarden Euro. Wichtigste Art war die Gewerbesteuer, die um 8,5 Prozent auf fast 26 Milliarden Euro netto kletterte. Die Zuschüsse der Länder im kommunalen Finanzausgleich - die sogenannten Schlüsselzuweisungen - erhöhten sich um knapp fünf Prozent auf 21,1 Milliarden Euro. Der größte Anstieg bei den Ausgaben war ein Plus von 3,3 Prozent bei den Personalkosten, die sozialen Leistungen legten um 1,4 Prozent zu. Am stärksten sanken die Bauinvestitionen mit 14 Prozent.