Irland fordert bessere Bedingungen für seine Rettungskredite

Donnerstag, 20. Dezember 2012, 08:16 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Irlands Arbeitsminister Richard Bruton hat bessere Bedingungen der Rettungskredite für sein Land gefordert.

Angesichts der vorbildlichen Umsetzung der Auflagen für die Hilfen erwarte Irland, "dass die Euro-Partner uns entgegenkommen werden, wenn es darum geht, die Schulden zur Bankenrettung zu strecken und die Konditionen zu lockern", sagte Bruton der Zeitung "Die Welt" (Donnerstagausgabe). Der Zinssatz für die Kredite müsse auf ein vernünftiges Maß gesenkt werden. "Die hohen Zahlungen, die wir jedes Jahr leisten müssen, sind nicht nachhaltig." Im Sommer hatte die Euro-Zone zugesagt, die Rettung der irischen Banken zu überarbeiten. Seither ist jedoch nicht viel geschehen.

Bruton betonte: "Wenn Irland günstigere Konditionen für die Schulden bekäme, die der irische Staat für die Bankenrettung gemacht hat, würde das unsere Haushaltslage erheblich verbessern." Die enorme Verschuldung hänge "wie eine düstere Wolke über einer ansonsten recht günstigen Entwicklung".

Am Mittwoch hatte bereits der Internationale Währungsfonds die Euro-Zone eindringlich dazu aufgefordert, ihre Versprechen einzuhalten. Die Zusage, die Konditionen zu überarbeiten, hatte im Juni die Zinsen auf irische Staatsanleihen deutlich gedrückt. Dadurch konnte Irland als erstes Land unter dem EU-Rettungsschirm wieder langfristige Staatsanleihen verkaufen.

Irland hatte von IWF und Euro-Zone ein Rettungspaket in Höhe von 85 Milliarden Euro erhalten, das in einem Jahr ausläuft.

 
Ireland's Minister for Jobs, Enterprise and Innovation Richard Bruton, (L-R), Prime Minister Enda Kenny and Deputy Prime Minister and Minister for Foreign Affairs Eamon Gilmore, speak to the media at Washington Square Park in New York February 9, 2012, before a roundtable discussion hosted by former U.S. President Bill Clinton with global business leaders to highlight opportunities for partnership in the Irish economy. REUTERS/Andrew Kelly