Italien sammelt bei letzter Auktion 2012 neue Milliarden ein

Freitag, 28. Dezember 2012, 13:40 Uhr
 

Rom (Reuters) - Italien muss nach dem angekündigten Rücktritt von Ministerpräsident Mario Monti etwas höhere Zinsen für frisches Geld bezahlen.

Die letzte Auktion einer zehnjährigen Anleihe in diesem Jahr spülte drei Milliarden Euro in die Staatskasse, teilte die Finanzagentur am Freitag in Mailand mit. Der Durchschnittszins stieg auf 4,48 Prozent, nachdem er vor einem Monat noch bei 4,45 Prozent gelegen hatte. Weitere knapp drei Milliarden Euro wurden mit einer fünfjährigen Anleihe eingesammelt, für die der Zins auf 3,26 von 3,23 Prozent stieg.

"Das Ergebnis ist besser ausgefallen als erwartet", sagte Analyst Emile Cardon von der Rabobank. Allerdings berge der ungewisse Ausgang der für den 24. und 25. Februar angesetzten Parlamentswahl die Gefahr, dass die Anleger wieder höhere Risikoprämien verlangen könnten. "Das größte Risiko für den Markt ist, dass das politischen Wirrwarr zurückkehrt", sagte Cardon. "Noch haben die Investoren Vertrauen, dass Italien das Richtige tun wird."

Bereits am Donnerstag hatte das Land mit kurzfristigen Papieren seine Kassen erfolgreich gefüllt und insgesamt 11,75 Milliarden Euro eingesammelt.