Griechen legen dritten Monat in Folge mehr bei ihren Banken an

Donnerstag, 3. Januar 2013, 16:23 Uhr
 

Athen (Reuters) - Griechische Unternehmen und Privatpersonen legen immer mehr Geld bei ihren heimischen Banken an.

Ihre Einlagen stiegen im November bereits den dritten Monat in Folge, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Daten der Zentralbank in Athen hervorgeht. Sie summierten sich auf 155,89 Milliarden Euro - ein Plus von 64 Millionen Euro im Vergleich zum Vormonat.

Nach der Ende 2009 einsetzenden Schuldenkrise haben die Banken rund ein Drittel ihrer Einlagen verloren. Die Kunden hatten Angst, dass Griechenland die Währungsunion verlässt und ihre Guthaben wieder in Drachme geführt werden. Diese hätten wegen der massiven Abwertung der Drachme erheblich an Wert verloren.

Die griechischen Banken sind auf steigende Einlagen angewiesen, da sie wegen der hohen Pleitegefahr nach wie vor am Interbankenmarkt kaum Geld erhalten.