Top-Notenbanker denkt laut über Unterbrechung von Fed-Hilfe nach

Samstag, 5. Januar 2013, 12:43 Uhr
 

New York (Reuters) - In den USA hat ein Top-Notenbanker ein mögliches Ausstiegszenario aus den massiven Konjunkturhilfen skizziert.

Sollte die Wirtschaft an Schwung gewinnen, könnte die Federal Reserve in diesem Jahr über ein Aussetzen der Anleihen-Käufe nachdenken, sagte der Präsident der Fed von St. Louis, James Bullard, am Freitag dem Sender CNBC. Als mögliches Ziel, bis zu dem das Programm fortgesetzt werden könnte, nannte Bullard eine Arbeitslosenquote von 7,1 Prozent. Im Dezember lag die Quote bei 7,8 Prozent. Der Notenbanker ist im für die Geldpolitik zuständigen Offenmarktausschuss stimmberechtigt.

Aus dem am Donnerstag veröffentlichten Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung geht hervor, dass einige Ausschuss-Mitglieder der Meinung sind, dass es wegen Sorgen um die Finanzstabilität vermutlich angemessen sein werde, das Programm zum Ankauf von Staatsanleihen deutlich vor Ende 2013 zu verlangsamen oder zu stoppen. Das hatte an den Börsen zunächst für Verluste gesorgt.