EU-Kommissar Rehn erwartet keinen Hilfsantrag Sloweniens

Freitag, 11. Januar 2013, 10:07 Uhr
 

Brüssel (Reuters) - Slowenien wird nach Einschätzung von EU-Währungskommissar Olli Rehn keine Hilfen der europäischen Partner beantragen.

"Ich erwartet nicht, dass Slowenien einen Antrag auf finanzielle Unterstützung vorlegen wird", sagte Rehn am Freitag vor Diplomaten und Wirtschaftsvertretern. "Das Land ergreift Schritte zur Lösung seiner Wirtschafts- und Haushaltsprobleme, welche die sehr wichtige Rentenreform umfassen."

Sloweniens Finanzminister Janez Sustersic hatte vor einigen Wochen in einem Reuters-Interview versichert, die Regierung sei bemüht, einen Gang zum Euro-Rettungsschirm ESM zu verhindern. Das Land war in Verbindung mit der europäischen Staatsschuldenkrise immer mehr in Schwierigkeiten geraten. Das Gros der slowenischen Exporte geht in die anderen Partnerländer des Währungsraums.

Das Augenmerk der Euro-Länder konzentriert sich derzeit auf Zypern, das um internationale Hilfen kämpft. Das Land ist durch seine engen Beziehungen zu Griechenland besonders von der Schuldenkrise betroffen und bemühte sich vergangenen Juni als vierter Euro-Staat um Rettungshilfen bei EU und Internationalem Währungsfonds. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.