Regierung wird Wachstumsprognose wohl deutlich senken

Dienstag, 15. Januar 2013, 14:46 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung wird ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr wohl deutlich absenken.

Das "Handelsblatt" berichtete am Dienstag, im neuen Jahreswirtschaftsbericht gehe die Regierung von einem Zuwachs der wirtschaftlichen Gesamtleistung von nur noch 0,5 Prozent nach 0,75 Prozent im Vorjahr aus. Im Herbst hatte die Regierung noch ein Plus von einem Prozent erwartet. Dass die neue Prognose geringer ausfallen wird, war bereits wiederholt signalisiert worden. Aus Regierungskreisen erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters nun, dass die genaue Zahl zwar noch nicht endgültig beschlossen sei. Die in der Zeitung genannte Dimension der Revision sei aber richtig.

Der neue Jahreswirtschaftsbericht der Regierung wird am Mittwoch offiziell dem Kabinett vorgelegt und dann veröffentlicht. Die Regierung rechne damit, dass nach einem schwachen Start das zweite Halbjahr wieder besser laufen werde, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf den Bericht. Im Schlussquartal 2013 solle der Zuwachs wieder bei 1,25 Prozent gegenüber dem letzten Quartal 2012 liegen. In dem Bericht werde auch von einer im Grundsatz weiterhin positive Arbeitsmarktlage ausgegangen. "Die Arbeitslosigkeit wird in diesem Jahr nahezu auf dem Niveau des Vorjahres liegen und nur geringfügig um 60.000 Personen steigen", zitierte das Blatt aus dem Bericht. Aber auch diese Zahl ist den Regierungskreisen zufolge noch nicht endgültig.

 
Workers paint the exterior wall of a temporary art gallery in Berlin, August 18, 2008. The contemporary art gallery which will be open for the public on October 30, 2008, is built on the area of Berlin's former City Palace (Berliner Stadtschloss) and the former East German parliament building, the Palast der Republik. Local government will start to reconstruct the original facade of the City Palace in 2010. REUTERS/Tobias Schwarz (GERMANY)