Stabile Preise rücken in der Euro-Zone näher

Mittwoch, 16. Januar 2013, 12:46 Uhr
 

Brüssel (Reuters) - In der Euro-Zone rücken stabile Preise in Reichweite.

Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember erneut um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, teilte die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Brüssel mit. Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht erst bei Werten von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen. Ihr Präsident Mario Draghi geht davon aus, dass diese Marke schon bald unterschritten wird. Auch Analysten rechnen damit. "Der Inflationsdruck lässt nach, weil sich Energie nicht mehr so stark verteuert", sagte Raphael Brun-Aguerre von JP Morgan. Schon im ersten Quartal könne die Teuerungsrate unter die Zwei-Prozent-Marke fallen. Der EZB würde das Spielraum für eine weitere Zinssenkung eröffnen, um mit billigem Geld die schwächelnde Konjunktur anzuschieben.

Im Vergleich zum Vormonat zogen die Preise im Dezember um 0,4 Prozent an. Energie verbilligte sich gegen den Trend um 0,5 Prozent. Ein Fass Rohöl kostet derzeit nur noch etwa 111 Dollar, nachdem es im August noch 120 Dollar waren.