GfK-Studie - Die Deutschen vertrauen dem Euro kaum noch

Dienstag, 22. Januar 2013, 16:09 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Das Vertrauen der Deutschen in den Euro hat in der Schuldenkrise arg gelitten.

Nur 38 Prozent schenken ihrem Zahlungsmittel noch volles Vertrauen, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie der GfK-Marktforscher hervorgeht. In den Euro-Krisenländern Spanien und Italien sind es mit 35 und 30 Prozent noch weniger. In anderen Ländern hingegen vertrauen die Menschen ihrer Währung deutlich mehr. Am stärksten ist der Zuspruch in Kanada mit 91 Prozent, in der Schweiz (90 Prozent) und in Schweden (87 Prozent), wie die GfK-Umfrage in 25 Ländern ergab. Insgesamt liegt der durchschnittliche Vertrauenswert bei knapp 65 Prozent, in den sieben untersuchten Euro-Ländern nur bei 39 Prozent.

"In Deutschland ist es eher ein Gefühl das allgemeinen Misstrauens, das wohl weniger die Währung betrifft", sagte GfK-Experte Ronald Frank zu Reuters. Vielmehr gehe es um die Garantien, die Deutschland über die Rettungspakete anderen Euro-Ländern gebe. Hier schwinge die Sorge mit, dass Kredite vielleicht nicht zurückgezahlt würden. Wann die Stimmung drehen könne, ließ Frank offen und sagte lediglich: "Vertrauen wieder aufzubauen ist sehr langwierig und kann Jahre dauern."