Japans Regierung bewertet Konjunktur wieder günstiger

Mittwoch, 23. Januar 2013, 08:08 Uhr
 

Tokio (Reuters) - Die japanische Regierung schätzt die Konjunkturaussichten nach der weiteren Geldspritze der Notenbank erstmals seit acht Monaten wieder optimistischer ein.

Der Anstieg der Exporte und die jüngsten Konjunkturspritzen dürften die Wirtschaft auf einen Erholungspfad zurückführen, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht. Auch der private Konsum gewinne an Stärke. "Die Wirtschaft ist schwach, aber in manchen Bereichen ist die Talsohle zu sehen." Noch im Dezember hatte sich die Regierung deutlich pessimistischer geäußert.

Auch die Risiken aus einer Abkühlung der weltweiten Wirtschaft seien geringer. So seien die USA nicht über die Haushaltsklippe gestürzt, auch der Handelsstreit mit China habe sich nicht verschärft. Die Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe hatte kürzlich ein 116,3 Milliarden Dollar schweres Konjunkturpaket beschlossen. Zudem öffnete die japanische Notenbank unter Druck der Regierung die Geldschleusen weiter und hob ihr Inflationsziel auf zwei Prozent an. Die Regierung erwarte nun, dass die Währungshüter entschiedene Schritte einleiteten, um dieses Inflationsziel zu erreichen. Japan wird seit Ende der 1990er Jahre von einer Deflation gelähmt.